Wenn Urlaub und Arbeit verschmelzen

Wenn Urlaub und Arbeit verschmelzen

Workation – wenn Mitarbeiter während der Arbeit Urlaub machen

Arbeit und Urlaub sind zwei Dinge, die eigentlich unvereinbar sind: Entweder ist man am Arbeiten oder man macht Urlaub. Wie nun aber das Kofferwort «Workation» (work und vacation) vermuten lässt, geht es hier um eine Verschmelzung.

Möglich macht dies die Digitalisierung. Wer heute schon ortsunabhängig arbeiten kann, hat workation vermutlich schon genossen. Digitale Nomaden machen das auf allen Social Media Kanälen vor. Und selbstverständlich kann nicht jeder Mitarbeiter davon profitieren.

Der Sinn einer Workation kann in verschiedene Gründe haben und sind sehr individuell. Meist sind es die Mitarbeiter, welche auf die Idee kommen. Es kann aber auch für Unternehmen sehr viel Sinn machen, einzelne Mitarbeiter alleine oder zusammen in eine Workation zu schicken:

Teambuilding: Workation ist die etwas andere Art der Teamentwicklung. Gemeinsam arbeiten, gemeinsam wohnen, gemeinsam kochen – all diese Aspekte führen dazu, dass sich das Team im Laufe der Zeit gut einspielt und eine geschlossene Einheit wird. Besonders sinnvoll ist es, wenn das Team neu zusammengesetzt wird oder für ein Projektteam, das ein strategisches Projekt voranbringen muss.

Neue Impulse: Wer während der Arbeitszeit nicht am gewohnten Schreibtisch, sondern auf einer Veranda, am Pool oder auf Deck eines Schiffes sitzt, der nimmt vollkommen neue Reize auf, die wiederum neue Impulse geben können. Ganz allgemein kann man eine solche Veränderung als frischen Wind bezeichnen, der festgefahrene Gedankengänge auflockert und zu neuen Sichtweisen animiert. Mit anderen Worten: Eine Workation kann überaus inspirierend sein und völlig neue Ideen hervorbringen.

Besserer Austausch: Ähnlich wie beim CoWorking spielt dieser während einer Workation eine extrem große Rolle. Gemeinsam Reisen bedeutet in diesem Fall auch, gemeinsam zu arbeiten. Gerade Menschen, die sonst für sich allein tätig sind, können von einem solchen fachlichen Austausch und dem Feedback anderer enorm profitieren. Nicht selten entstehen im Rahmen einer Workation gemeinsame Ideen und Projekte, die anderswo nie zustande gekommen wären.  Ein ähnliches Phänomen ist in Mastermind-Gruppen zu beobachten.

Entspannung: Auch wenn die Arbeit während einer Workation nie vernachlässigt werden darf, ist auch klar, dass der entspannende Urlaubsteil ebenfalls gelebt werden soll. Workations sind dazu da, die starren Strukturen der Arbeit zu durchbrechen.

Motivation: Personen mit Workation-Erfahrung berichten, dass sowohl Qualität als auch Quantität der Arbeit nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit in die Höhe schnellen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Ablenkungen des Alltags wegfallen und man sich somit viel besser auf die Arbeit konzentrieren kann.

Entdecken: Natürlich nimmt niemand an einer Workation teil, um 24/7 zu arbeiten. Das Entdecken der Umgebung und der fremdländischen Kultur ist genauso Bestandteil der Workation, wie die Entwicklung spannender Projekte. Es gehört dazu, während der Workation Ausflüge zu machen und das Wetter sowie gutes Essen zu genießen.

Workations können bis zu einem Jahr dauern. Das ist natürlich für ein Unternehmen undenkbar. Aber vielleicht liegt mal eine Woche drin oder zwei? Wenn Sie die Idee der Workation gut finden, schauen Sie sich doch mal auf den Webseiten der Anbieter an. Das Angebot reicht von Klassikern wie Mallorca und Bali über spannende Alternativen wie die Skihütte bis hin zur Workation-Kreuzfahrt im Atlantik.

Workation-Anbieter

Moveyouroffe: https://moveyouroffice.io/workation-organisieren-lassen

SurfOffice: https://www.thesurfoffice.com/

Refuga: https://refuga.com/

Coconat: http://coconat-space.com/de/

2018-07-26T19:02:27+00:00

About the Author:

Mit ihrem breiten Erfahrungshintergrund unterstützt sie Unternehmen in der digitalen Transformation und der Wissensarbeit, coacht Wissenstransfers und begleitet Kulturveränderungen. Sie liebt die Berge und das Meer.