Schreibtisch statt Büro mieten: Coworking Spaces

Selbständig arbeiten, aber nicht allein sein – das ist die Quintessenz des Coworking in Bürogemeinschaften. Neben der netten Gesellschaft haben Bürogemeinschaften noch viele andere Vorteile.

Vorteile des Coworking

Wer schon im Home Office gearbeitet hat, kennt die Vorteile: raus aus dem Sofa, rein ins Büro. Doch wie sieht es mit ergonomischen Bürostühlen, Ablageflächen, vollautomatischen Kaffeemaschinen oder einem Konferenz- und Meetingraum für Kundengespräche aus? Alle diese Ausstattungsmerkmale bietet ein Coworking Space – ein klarer Vorteil im Vergleich zum Homeoffice. Viele Betreiber von Coworking Spaces ermöglichen es ausserdem, eine Geschäftsadresse anzumelden. So landet Ihre Post einfach in Ihrer Ablage und vermischt sich nicht mit der privaten Post. Neben der Ausstattung ist auch die technische Infrastruktur in Coworking Spaces optimal: Eine schnelle und sichere Internetverbindung sowie im Mietpreis enthaltenen Hardware-Komponenten wie Drucker und Scanner lassen keine Wünsche offen.

Besonders Menschen, die gerne in Gesellschaft von anderen sind, fühlen sich im Homeoffice häufig nicht wohl. Neben dem Plausch an der Kaffeemaschine kann das Arbeiten im Coworking Space auch Vorteile für den Beruf haben: Durch den Austausch mit anderen Coworkern profitieren sie von deren Wissen und knüpfen Kontakte zu anderen Branchen, die vielleicht sogar der Startschuss für gemeinsame Projekte sind.

Schreibtische in Coworking Spaces können tage-, wochen- oder monatsweise gemietet werden. Diese Flexibilität erlaubt Coworkern genau zu kalkulieren, wie viel Miete sie aufbringen müssen. Die Möglichkeit einer kurzen und flexiblen Mietdauer macht Coworking Spaces ideal für Start-Up-Unternehmen. Läuft das Geschäft gut und wird ein neuer Mitarbeiter eingestellt, kann das Start-Up einfach einen weiteren Schreibtisch dazu mieten. Nicht zu vernachlässigen ist auch der Vorteil, Arbeit und Freizeit dank des Coworking Spaces einfach trennen zu können. Vielen Coworkern fällt die Work-Life-Balance so leichter.

Nachteile von Coworking Spaces

Das Vernetzen ist einer der großen Vorteile des Coworking, kann aber – unter bestimmten Umständen – zum Nachteil werden. Etwa dann, wenn mehrere Coworker einer Branche in einem Büro zusammenarbeiten. Hier besteht die Gefahr, dass ein vorbeikommender Auftrag an einer der anderen vergeben wird, weil der Kunde anlässlich seines Besuches, auch gleich die Mitbewerber sieht. Ein gewisses Vertrauensverhältnis sollte also bei dieser Konstellation gegeben sein.

Ein weiterer Nachteil von Coworking Spaces kennt jeder, der in einem Büro mit mehreren Kollegen arbeitet: Manchmal fällt die Konzentration bei der Lärmkulisse schwer. Einige Coworking Spaces sind deshalb dazu übergegangen, Telefonzellen anzubieten. Dort kann man dann seine Telefongespräche führen.

Das perfekte Coworking

Nicht überall wo Coworking draufsteht, ist Coworking drin. So gibt es zum Beispiel zahlreiche Businesscenter, die sich inzwischen das Label «Coworking» verpasst haben. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Vorort-Besuch einzuplanen und sich vielleicht mal einen Tag probeweise einzumieten. Da bekommt man schon so einiges mit, wie die Stimmung ist und ob man sich hier auch mittelfristig wohlfühlen könnte.

Immer öfter finden sich Coworking Spaces nicht nur in den Grossstädten, sondern auch in kleineren Städten. Ein sehr gelungenes Beispiel findet sich zum Beispiel im schweizerischen Baden, etwa 20 Kilometer ausserhalb von Zürich. Glasworking bietet einen Arbeitsplatz sogar kurzfristig stundenweise an, wenn ein Platz frei ist.

Auch in Lübeck findet sich mit dem Cloudsters eine wunderschön gelegene Location auf der Altstadtinsel direkt an der Obertrave an.

Natürlich ist Berlin sozusagen der Nabel der Coworking-Welt. Allein im Coworkingguide sind 67 verschiedene Locations gelistet. Wer es aber etwas gemütlicher mag, der wird auch in Potsdam fündig, pendelt gegen den Strom und mietet sich einfach einen Schreibtisch in der alten Feinbäckerei.